Haut und Fellparasiten

Zecken, Flöhe und Milben – immer wieder werden Hunde, Katzen, Kaninchen und Nager von diesen gefährlichen und eckligen Parasiten befallen. Sie können teils schwer verlaufende Krankheiten übertragen und gelangen auf dem Tier in die Wohnung, wo sie sich vermehren und den Menschen befallen können. Damit es erst gar nicht soweit kommt ist eine Prophylaxe, also ein vorbeugender Schutz notwendig und ratsam!

Zecke Zecken
Zecken sind von März bis Oktober aktiv. Sie übertragen gefährliche Krankheiten wie FSME, Borreliose oder Babesiose, auch Hundemalaria genannt. Es gibt über 850 verschieden Zeckenarten, wobei der gemeine Holzbock (Ixodes ricinus) in Europa der häufigste Vertreter seiner Art ist. Wenn es im Frühling wärmer wird erwachen die Zecken aus ihrer Winterstarre und werden aktiv. Sie halten sich bevorzugt in hohen Wiesen auf, im Wald, am Wegrand, in Parkanlagen und sogar im eigenen Garten. Festgeklammert an Grashalmen oder ähnlichem warten die Blutsauger auf ihre Opfer, welche sie durch Erschütterungen, Gerüche oder Wärme wahrnehmen. Sobald ans Tier angedockt, wandern sie umher und suchen eine geeignete Einstichstelle. Mit dem Stich wird Speichel mit blutverdünnenden Substanzen abgegeben und nach ein paar Stunden können auch die ersten Krankheitserreger in die Blutbahn eindringen. Dies gilt es zu reduzieren oder zu verhindern!

FlohFlöhe
Wie Zecken so sind auch Flöhe blutsaugende Parasiten. Sie sind das ganze Jahr hindurch aktiv. Die erwachsenen Parasiten leben hauptsächlich auf ihrem Wirtstier, wo sie ihre regelmässige Blutmahlzeit einnehmen und sich optimal vermehren können. Jedoch nur ungefähr 5% der Flohpopulation befindet sich auf dem Tier. Die restlichen 95% bestehen aus Eiern, Larven und Puppen. Diese nisten sich in der direkten Umgebung unserer Vierbeiner ein, wie beispielsweise im Hundekörbchen, in Teppichen, auf dem Sofa oder gar im eigenen Bett - je nachdem wo sich die Tiere aufhalten.

Durch das mehr oder weniger gleichbleibende Klima in unseren Wohnräumen herrschen ideale Lebensbedingungen für Flöhe. Diese können sich rasant vermehren und zu einer richtigen Plage werden, wie die folgende Grafik zeigt:

Flohgrafik

Flöhe verursachen durch ihre Stiche starken Juckreiz und können Allergien auslösen. Sie nehmen bei der Blutmahlzeit ein Mehrfaches ihres eigenen Gewichtes an Blut auf und geben mit ihrem Speichel stark allergisierende Substanzen in die Blutbahn und ins Gewebe ab. Die betroffenen Tiere kratzen sich darauf besonders häufig - teilweise sogar blutig - vor allem im Bereich von Hals, Flanke und Schwanzansatz. Zudem übertragen Flöhe den Gurkenkernbandwurm, eine eher harmlose, aber eklige Angelegenheit, welche wir ebenfalls mittels Prävention (Schutz vor Befall) verhindern sollten.

Milben
Milben sind winzig kleine, für das menschliche Auge kaum sichtbare Parasiten. Sie sind ganzjährig ein Problem, kommen aber gehäuft im Frühling bis Herbst vor. Sie nisten sich bevorzugt in Haut, Ohren und Fell von Hunden und Katzen ein. Milben leben entweder auf der Hautoberfläche, wo sie sich von Hautschuppen ernähren oder sie bohren tiefe Gänge in die Haut hinein und saugen dort Gewebsflüssigkeit. In diesen Bohrgängen legen sie auch ihre Eier ab, was zu starken Hautentzündungen führen kann.
Es gibt viele verschiedene Milbenarten, aber nur wenige sind für unsere Vierbeiner von Bedeutung. Gewisse Arten leben permanent auf unseren Tieren und führen lediglich bei immungeschwächten Tieren zu einer Erkrankung. Hier vermehren sich die sonst harmlosen Milben übermässig und verursachen dadurch Haut- und Fellveränderungen. Bestimmte Milben, wie beispielsweise die Ohrmilbe, werden von Tier zu Tier übertragen, andere wiederum stammen aus der Umgebung. So gelangt die Herbstgrasmilbe nur zur Mahlzeit (Saugen von Gewebsflüssigkeit) auf unsere Tiere und zieht sich dann wieder ins Gras zurück.
Befallene Tiere sind aufgrund des Juckreizes stark in ihrer Lebensqualität beeinträchtigt und zeigen häufig Haut- und Fellveränderungen sowie atypische Verhaltensweisen.

 

Effektiver Schutz vor Parasiten

neemtreeEin Wunder der Natur! Der immergrüne und schnellwachsende Margosabaum (Neembaum) liefert uns mit seinen oliven-ähnlichen Früchten das Ausgangsmaterial für einen effektiven Schutz vor Zecken, Flöhen und Milben. Mittels CO2-Extraktionsverfahren wird aus den Margosa-Früchten ein aussergewöhnlich hochwertiger und reiner Extrakt gewonnen, welcher offiziell notifiziert und als Biozidwirkstoff zugelassen ist. In unseren Produkten verwenden wir diesen besonderen Margosa-Extrakt in einer einzigartig hohen Konzentration, um so den bestmöglichen Schutz zu erzielen.

 

Die 3 Säulen eines aktiven Parasitenschutzes:

1. VORBEUGEN
  • Effektiv abwehrende Produkte 
  • Ganzjähriger Schutz
  • Keine Resistenzen bekannt
  • Spot-on, Halsband, Fellspray, Umgebung



2.  KONTROLLE
  • Während der Zeckenzeit (März-Okt) tägliches Absuchen nach Zecken
  • Flohzeit ist das ganze Jahr, deshalb wöchentlich mit Flohkamm auf Flöhe kontrollieren
  • Haut- und Fellveränderungen wöchentlich prüfen, z.B. Ohren, Pfoten, Rücken gegen Milben
3. BESEITIGEN
  • Zecken ziehen mittels Zeckenzange
  • Flohpuder ins Fell einreiben
  • Mit Flohnebel alle befallenen Räume behandeln, dadurch auch Teppiche, Ritzen, Spalten
  • Ungezieferspray für die lokale Behandlung von Liegeorten

 

 

Wie kann ich mein Tier schützen?
Sie können Ihr Tier schützen indem Sie eine Flüssigkeit zum Auftropfen (Spot-on), ein Halsband oder einen Spray mit abwehrender (repellierender) Wirkung verwenden. Je nach Produkt erhalten Sie so einen repellierenden, wirksamen Schutz von mehreren Stunden, Wochen oder Monaten.

Wie erkenne ich einen Parasitenbefall?
Kontrollieren Sie Haut und Fell regelmässig. So können Sie beispielsweise Zecken schnell entdecken und entfernen. Das Kämmen des Fells mittels Flohkamm hilft einen aktuellen Flohbefall zu erkennen. Finden Sie vermehrt dunkle Krümel auf der Haut oder im Schlafbereich so ist dies ein Hinweis auf Flohkot und einen Flohbefall. Beim Verreiben in einem weissen, feuchten Tuch färbt sich Flohkot rötlich (=unverdautes Blut), Diagnose: akuter Flohbefall.

Was mache ich bei einem Parasitenbefall?
Zecken sollten möglichst schnell mittels einer Zeckenzange oder eines Zeckenhakens entfernt werden. Bei einem Flohbefall brauchen Sie ein geeignetes Insektizid sowohl für das Tier als auch für die Umgebung. Diese Behandlung ist sehr zeitaufwendig und teuer. Deshalb ist ein vorbeugender Schutz (Prophylaxe) besonders wichtig.